Im Sommer 2005 führte die Antirassistische Initiative Leipzig ein Projekt mit Jugendlichen zum Thema 'Rechte Parolen im öffentlichen Raum' durch. Hier wird das Projekt dokumentiert. Die Seite, einschließlich der Texte, wurde im Rahmen des Projektes von den Jugendlichen selber gestaltet.

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Wir haben uns eine Woche lang mit rechten Sprüchen und Schmierereien beschäftigt und wie man gegen sie vorgehen kann.

Rechte Sprüche sind für uns: Alle Sprüche, die eine bestimmte Gruppe diskriminieren oder den Nationalsozialismus verharmlosen, zum Beispiel rassistische, antisemitische, nationalistische und homophobe Äußerungen.

Orte, an denen solche Sprüche geäußert werden, sind zum Beispiel:
• Straßenbahn und Bus
• Schulhof
• Im Supermarkt
• Auf der Straße
• An Häuserwänden
• Im Sportverein
• Zu Hause
• Unter Freundinnen und Freunden

Man kann sagen, überall in der Öffentlichkeit werden solche Sprüche gesagt, oder "hinterlassen". Alle, die am Projekt teilgenommen haben, haben schon blöde Sprüche sowohl in ihrem Freundeskreis als auch irgendwo auf der Straße gehört. Meistens fühlten wir uns nicht in der Lage richtig (was auch immer das heißt) darauf zu reagieren. Hinterher fühlten sich die meisten nicht gut, hätten lieber was gesagt oder was anderes gesagt.
Im Ferienprojekt haben wir verschiedene Sachen ausprobiert und diskutiert, wie man auf Sprüche reagieren kann. Dabei wurde klar, dass es nicht einen richtigen und allgemeingültigen Weg gibt auf dumme Sprüche zu reagieren. Vielmehr hängt es von der Situation, dem Spruch und dem eigenen Gefühl in der Situation ab. Manchmal hat man auch einfach keinen Bock auf die Auseinandersetzung, manchmal hat man keine Lust sich mit der Familie zu streiten und manchmal will man einfach in Ruhe gelassen werden. Aber trotzdem ist es wichtig, zu wissen, man kann reagieren und zumindest den anderen sagen, wie blöd man ihren Spruch findet.

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Das Projekt wird in Kooperation mit D-A-S-H für Vernetzung – gegen Ausgrenzung durchgeführt. D-A-S-H ist ein Projekt des JFF – Institut für Medienpädagogik in Forschung und Praxis, gefördert vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend im Rahmen des Aktionsprogramms "Jugend für Toleranz und Demokratie – gegen Rechtsextremismus, Fremdenfeindlichkeit und Antisemitismus".